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Das Kammerorchester Basel mit zwei Weltstars der Alten Musik

Samstag 12. Mai 2018, 19.30 Uhr Festsaal Kloster Muri
Nuria Rial, Sopran
Maurice Steger, flautino & flauto
Kammerorchester Basel
Julia Schröder, Konzertmeisterin und Leitung

Tickets:
Premium: CHF 80.-/40.-  
Kat A: CHF 50.-/25.-  
Kat B: CHF 35.-/10.-

18.30 Abendkasse und Konzertbar
PROGRAMM 
 
Antonio Vivaldi (1678 - 1741)
Ouvertüre zu La Senna festeggiante, RV 693 | strings & b.c.
 
Alessandro Scarlatti (1660 - 1725)
«Più non m'alletta e piace» | Aria di Adone from the opera Il giardino d'amore (c. 1700-1705) | soprano, flautino, strings & b.c.
 
Francesco Gasparini (1661 - 1727)
 «Bell'augelletto che vai scherzando» | Aria di Aurora from the opera L'oracolo del fato (Venezia c. 1709) | soprano, flautino & strings
 
Antonio Vivaldi (1678 - 1741)
«Quell'usignolo ch'al caro nido» | Aria di Barzane from the opera Arsilda regina di Ponto (Venezia 1716) | soprano, strings & b.c.
 
Leonardo Vinci (1690? - 1730) - «Rondinella che dal nido» | Aria di Ifigenia from the opera Ifigenia in Tauride (Venezia 1725) | soprano, strings & b.c.
 
FRANCESCO MANCINI  (1672-1737) - Sonata XIV g Minor | Concerto for Recorder, two violins, viola & b.c. from 24 concerti del manoscritto Napoli 1725
            
PAUSE
 
Antonio Vivaldi - Concerto F Major, RV 442 | Concerto for recorder, strings & b.c. | Tutti gl' Istromenti Sordini
           
Andrea Stefano Fiorè (1686 - 1732) -  «Usignolo che col volo» | Aria di Engelberta from the opera Engelberta (Milano 1708) | soprano, flautino, strings & b.c.
 
Pietro Torri (1650? - 1737) -  «Amorosa rondinella» | Aria di Attalo from the opera Nicomede (München 1728) | soprano, strings & b.c.
 
Charles Dieupart (1667-1740) - Concerto a Minor | Concerto for flautino, strings & b.c.
           
Tomaso Albinoni (1671 - 1751) - «Zeffiretti che spirate»  | Aria di Epicide from the opera Eraclea (Genova 1705) | soprano & b.c.
 
Johann Adolf Hasse (1699 - 1783) -  «L'augelletto in lacci stretto» | Aria di Araspe from the opera Didone abbandonata (Hubertusburg 1742) | soprano, flautino, strings & b.c. 

(Zusammenstellung: Giovanni Andrea Sech, Musikwissenschaftler)

Nuria Rial, Sopran
Nuria Rial studierte Gesang und Klavier in ihrem Heimatland Katalonien. Sie wechselte nach Basel in die Klasse von Kurt Widmer, machte 2003 ihren Abschluss und gewann den Helvetia Patria Jeunesse in Luzern für ihre herausragenden Fähigkeiten als Sängerin.
Ihre feine, klare Stimme, das weich schwingende Timbre, Musikalität und Ausdrucksstärke, öffneten ihr auf internationaler Ebene rasch die Türen. Als Konzertsängerin arbeitet sie mit Dirigenten wie Ivan Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Paul Goodwin, Trevor Pinnock, Teodor Currentzis, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Thomas Hengelbrock und Laurence Cummings. Dabei wird sie von Spitzenensembles wie Concerto Köln, The English Concert, Kammerorchester Basel, Collegium 1704, Il Giardino armonico, Les Musiciens du Louvre, Elbipolis Barockorchester, La Cetra Basel und L'Arpeggiata begleitet.
Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Nuria Rial auch immer wieder auf der Opernbühne zu erleben, wie in Monteverdis "Orfeo“ unter der Leitung von René Jacobs an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und in Cavallis "Eliogabalo“ in Brüssel. Wichtige Mozartpartien auf der Bühne waren Pamina in "Genua und Ilia“ auf einer Tournee durch die Schweiz. Nuria Rial hat sich viel mit Barockmusik und historischer Aufführungspraxis beschäftigt und hat sich so einen Namen gemacht. Parallel dazu interessiert sie sich aber auch für andere Musikrichtungen. 2012 überzeugte sie zum Beispiel in der Rolle der Nuria in der zeitgenössischen Oper "Ainadamar“ von Golijov am Teatro Real Madrid, Regie Peter Sellars. 2015 sang sie unter der Leitung von Ivan Fischer die Pamina mit dem Budapest Festival Orchestra.
Nuria Rial hat zahlreiche CDs für verschiedene Labels aufgenommen. Darunter die bekannte Figaro-Aufnahme mit René Jacobs. Seit Januar 2009 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical/ BMG Ma-sterworks. Unter den letzten Aufnahmen waren "Traces to Anna Magdalena Bach“ und Opernarien von Telemann, jeweils mit dem Kammerorchester Basel, "Duetti amorosi" mit dem Countertenor Lawrence Zazzo und Händels "Neun Deutsche Arien" mit der Austrian Baroque Company. Ihre CD „Ave Maria“ gewann den holländischen Edison Award.
Und preiswürdig ist sie bis heute geblieben. Im Jahr 2009 erhielt sie den beliebten Echo-Klassik-Preis gleich in zwei Kategorien. Zum einen war sie Nachwuchssängerin des Jahres mit dem Album „Haydn-Arie per un amante“ (L'Orfeo Barockorchester), und zum anderen wurde die CD „Teatro d'Amore“ mit Philipp Jaroussky (L'Arpeggiata) gekürt. 2010 folgte der Echo Klassik für die CD „Via Crucis“ mit Christina Pluhars „L'Arpeggiata“ und 2012 wurde Nuria Rial für ihre CD „Telemann“ mit dem Kammerorchester Basel in der Kategorie "Beste Opernarien CD" ein weiterer Echo verliehen.
Maurice Steger | Blockflöte & Dirigent  
Als "Paganini der Blockflöte" (NZZ) und "The ­world's leading recorder player" (The Independent) wird er gepriesen – Maurice Steger gehört heute zu den faszinierendsten Blockflötisten, Dirigenten und Musikpädagogen auf dem Gebiet der Alten Musik. In diesen Funktionen begeistert er sein Publikum in verschiedenen Konzertformaten auf der ganzen Welt.   Maurice Steger ist ein ungemein charismatischer Musiker, spontan, mitreißend und voller Energie. Dem "Hexenmeister der Blockflöte" (The Times) gelang es dank seiner lebendigen Art, seiner intensiven Tongebung, und einer staunenswerten Technik, die Blockflöte in ihren faszinierenden Formen als Instrument neu zu positionieren. Der ECHO ­Klassik 2015, den er als "Instrumentalist des Jahres" erhält, bestätigt seinen Erfolg.   In seinen Konzerten nimmt Maurice Steger die Zuhörer auf eine fesselnde musikalische Reise mit, bei der es in jedem Stück etwas zu entdecken gilt. ­Regelmäßig kann man ihn – sei es als Solist, ­Dirigent oder in Doppelfunktion – mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque Orchestra, The ­English Concert, La Cetra, Lautten Compagney oder I Barocchisti, als auch den führenden ­modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, den Klangkörper des hr und NDR, dem ­Münchener Kammerorchester, den Berliner Barock Solisten (Berliner Philharmoniker), den Violons du Roy aus Kanada, dem Kammerorchester Basel und der NDR Radiophilharmonie erleben.   Einen bemerkenswerten Stellenwert im reichhaltigen Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit hat die Kammermusik.   Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Marco Postinghel, Xenia Löffler, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand oder Fiorenza de Donatis ­widmet er sich immer wieder einem neuen ­Repertoire aus vergangenen Zeiten. Außerdem tritt er mit Künstlerkollegen wie Cecilia Bartoli, Andreas Scholl, Nuria Rial, Bernard ­Labadie, Sandrine Piau, Diego Fasolis oder Sol ­Gabetta auf. Neben der Alten Musik setzt er sich auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.   Asien- und Australien-Tourneen führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Als erster westlicher Flötist konzertierte er mit dem traditionellen Taipei Chinese Orchestra. Zudem tritt er regelmäßig in Nord- und Südamerika auf.   Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Um die Kleinsten zu ­einem spielerischen Einstieg in die klassische ­Musik einzuladen, konzipierte er die Figur des "Tino ­Flautino" und spielte in dieser Rolle hunderte von Kinderkonzerten. Als neueste Musikmärchen entwarf er "Pinocchio und der Flötenspieler" und "Le Fou de ­Flûtes". Außerdem leitet Maurice Steger jedes Jahr verschiedene Workshops für Jugendliche und Meisterklassen und übernahm 2013 die Leitung der Gstaad Baroque Academy.   Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst ­fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen bei ­harmonia mundi, wie beispielsweise "Mr. Corelli in London", "Una Follia di Napoli", "Vivaldi: ­Concerti per flauto", "Telemann: Blockflötenwerke" mit The English ­Concert, I Barocchisti und der Akademie für Alte Musik Berlin, belegen seit Jahren den singulären Rang dieses Künstlers.   Das aktuelle Musikprojekt "Souvenirs d'Italie" ­(harmonia mundi) mit spannenden Neuentdeckungen aus dem Neapel des frühen 18. Jahrhunderts erntete bereits viele der international bedeutendsten Schallplattenpreise.
Kammerorchester Basel
Das Kammerorchester Basel gilt als eines der führenden Kammerorchester des internationalen Musiklebens. Einladungen in die weltweit bedeutendsten Konzerthäuser und Festivals prägen die Agenda ebenso wie die eigene Konzertreihe in Basel. Eine Diskographie mit über 30 CDs, viele mit prominenten Preisen ausgezeichnet, zeugt von der hohen Qualität des Orchesters. Unter der künstlerischen Leitung seiner Konzertmeister und Konzertmeisterinnen sowie unter der Stabführung ausgewählter Dirigenten präsentiert das Kammerorchester Basel in rund 80 Auftritten pro Jahr sein breites Repertoire von Barock bis zeitgenössischer Musik. Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Basler Ensemble mit seinem Prinzipal Guest Conductor Giovanni Antonini. Ein Höhepunkt ist dabei der Beethoven-Zyklus, den das Orchester und der renommierte Barockspezialist erarbeitet haben. «Hier entsteht ein Stück Zukunft», schrieb die NZZ über die historisch informierten Interpretationen. Sie wurden 2008 in der Kategorie «Bestes Ensemble» mit dem ECHO Klassik-Preis gekürt. Unter Antoninis Leitung wird das Kammerorchester Basel im Wechsel mit dem italienischen Ensemble Il Giardino Armonico bis ins Jahr 2032 alle 107 Sinfonien Joseph Haydns aufführen und auf CD einspielen.
Julia Schröder, Violine
Als Vollblutmusikerin ist Julia Schröder in allen Gebieten und Stilen der Musik zuhause, von der historischen Violine zum modernen Spiel, von der Klassik zum Tango. Sie ist seit 2005 Konzertmeisterin des Kammerorchester Basel und seit 2010 Professorin für Violine in Freiburg i.B. Als Solistin konzertiert sie unter der Leitung von Dirigenten wie Christopher Hogwood, Reinhard Göbel, Giovanni Antonini, Christian Zacharias und Paul Goodwin. Sie gastiert beim Sinfonieorchester Basel, der Camerata Stuttgart, den Nürnberger Sinfonikern, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, dem Berner Kammerorchester und Concerto Copenhagen und spielt bei Kammermusikfestivals in Gstaad, Luxembourg, Middleburg, Amsterdam, Stuttgart, die Triennale in Köln u.a. Im Januar 2017 ist ihre aktuellste CD «Bologna 1666» mit dem Kammerorchester Basel bei Sony erschienen.