Lionel Loueke Trio (USA)

feat. Massimo Biolcati & Ferenc Nemeth

Sonntag, 25. Februar 2018, 20.30 - im Pflegidach, Muri
Lionel Loueke (guitar & voice)
Massimo Biolcati (bass)
Ferenc Nemeth (drums)

Die Ausnahmeerscheinung.  

Lionel Loueke, der Jazzgitarrist aus Benin, einem kleinen Staat in Westafrika, erzeugt allgemeine Euphorie, er ist eine Ausnahmeerscheinung. Sein Spiel ist völlig anders, seine Kompositionen betreten stilistisches Neuland – eine erstaunliche Fusion aus Afrikanischer Folklore und Louekes Modern-Jazz-Empfinden. Lionel Loueke studierte an der Elfenbeinküste, dann in Paris, später am Berklee College, zum krönenden Abschluss schliesslich bekamen er und sein Trio mit Massimo Biolcati (Bass) und Ferenc Nemeth (Schlagzeug) die Chance, am «Thelonious Monk Institute of Jazz» in Los Angeles mit den Jazzpäpsten Herbie Hancock und Wayne Shorter zu spielen.  

Mittlerweilen spielt Lionel Loueke in den Bands von Herbie Hancock und Chick Corea. Auf ihren Tourneen machen sie Loueke einem grossen Publikum bekannt. Ein ähnliches Phänomen gab es schon einmal, als Joe Zawinul den jungen Richard Bona ins Syndicate holte. Bona aus Kamerun und Loueke sind beide Exoten, herausragende Musiker, die ihre afrikanischen Wurzeln dem Jazz implantieren. Beide sind Meister ihrer Instrumente, singen bravourös, beide sind unverzichtbar für den zeitgenössischen Jazz. Auf Louekes zweiter CD für Blue Note, Mwaliko finden sich übrigens zwei Duette mit seinem Kollegen und Freund Richard Bona. Wobei man sagen muss, dass der hauptamtliche Gitarrist Loueke ein hervorragender Sänger ist! Melodien, Scat, Zungenschnalzen, oder simultanes Mitsingen seiner Gitarrensoli – Loueke besticht mit astreiner Intonation und stimmlichem Charme. Sein Blue Note-Debüt Karibu (2007) war ein Riesenknaller. Die Kritikerpolls des amerikanischen Jazzmagazins Down Beat ernannten Loueke in zwei aufeinander folgenden Jahren zum ultimativen Aufsteiger unter den Jazzgitarristen.

Seit über fünfzehn Jahren bilden die drei Musiker Loueke, Biolcati und Nemeth nun schon ein eingespieltes Team, das traumwandlerisch Jazz, westafrikanische Musik und Rock miteinander vermischt. Auf "Gaïa" zollte Loueke u.a. seinen musikalischen Idolen B.B. King und Jimi Hendrix Tribut und fand dabei die perfekte Balance zwischen Subtilität und Explosivität. Welche mitreissende Energie dieses Trio entfesseln kann, wenn es live ohne Netz und doppelten Boden spielt, wird es nun auch in Muri zeigen.