 |
|
| |
|
 |
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
Porträt
Die Kulturstiftung St. Martin wurde am Martinstag (11.11.) 1969 gegründet. Initiant und erster Präsident war Dr. Leo Weber. Er engagierte sich in dieser Funktion und zugleich als langjähriger Kirchenpflegepräsident für die Wiederbelebung des benediktinischen Geistes im ehemaligen Kloster, für die Restaurierung der Klosterkirche, für die Erneuerungen des Theaterlebens und für ein vielfältiges kulturelles Angebot innerhalb und ausserhalb des Klosters. Auch als Regierungsrat und später als Nationalrat blieb er den kulturellen Anliegen von Kloster und Dorf Muri eng verbunden. Leo Weber stand ein tatkräftiger Stiftungsrat zur Seite. Spezielle Erwähnung verdient Josef Raeber, Galerist und Maler. Er war der Initiant und langjährige Betreuer des Klostermuseums (1972), begann Werke des in Muri geborenen Alpenmalers Caspar Wolf zu sammeln und legte den Grundstock für das Caspar Wolf Kabinett. Ein Hauptanliegen des ersten Stiftungsrates war die Wiederbelebung der früheren Theatertradition von Muri. 1971 wurde das älteste geistliche Drama in althochdeutscher Sprache, das Osterspiel von Muri, erstmals aufgeführt. Neuinszenzierungen erfolgten 1977 und 1994. Im Jahr 1982 gelangte „Der Styfeliriiter" und 1989 „Die schröckliche Pilgerreise der drei Angelsachsen" zur Aufführung.
|
 |
Der zweite Präsident der Kulturstiftung St. Martin, Dr. Marco Hauser (1989–1994) blieb der Gründungsidee treu, baute zusammen mit einem engagierten Stiftungsrat das Angebot im Bereich der bewahrenden Kunst weiter aus und erweiterte das kulturelle Angebot durch gezielte Förderung der lebendigen Kultur. Seit 1992 gehört eine Konzertreihe im Festsaal zum festen Angebot während der Wintersaison. Zur Aufführung gelangen Orchesterwerke, Kammermusik, Liederzyklen und solistische Stücke aus verschiedenen Epochen. Ebenfalls 1992 gab die Kulturstiftung die Rekonstruktion von zwei Orgel-Juwelen des Klosters in Auftrag: das „Pfleger-Regal" von 1647 und die Bossard-Tragorgel von 1777. Die Kulturstiftung engagierte sich auch bei der Herausgabe von „Memorial Muri", „Romano Galizia" und anderen Büchern. Sie unterstützte die Produktion der Murianer Filme „Warten auf L" (Ueli Strebel, Karin Rüttimann) und „Leo und Marie – Ein Leben für Schirm und Schuh" (Reto Holzgang). |
 |
| Der dritten Präsidentin Hanni Grob-Stalder (1995–2004) und ihrem initiativen Team von StiftungsrätInnen und Arbeitsgruppen gelang die Festigung des Erreichten und die erfolgreiche Realisierung neuer Projekte. Seit 1996 führt die Kulturstiftung die Bibliothek Muri. 1997 konnte das Caspar Wolf Kabinett in den Gewölbekeller des Klosters umziehen. Mit Cabarena (1997), Singisenforum (1997) und Musig im Stern (2002) ab 2009 unter dem Namen Musig im Ochsen, konnte das kulturell-künstlerische Angebot markant erweitert werden. Mit der Theaterproduktion „Der heilige Burkard und die bösen Weiber von Muri" gelang ein kulturpolitischer Akzent mit breiter Resonanz. |
 |
|
Ab März 2005 ist die Kulturstiftung mit einer eigenen Webseite im Internet präsent und nutzt die Fortschritte der Informationstechnologie für den regelmässigen Versand von Newsletters. Neu wurden ab 2005 alle Angebote der verschiedenen Ressorts in einem Jahresprogramm "murikultur" zusammengefasst. Zur Förderung begabter Nachwuchstalente und Pro Argovia Artists wurde die Sparte "Plattform" geschaffen. Sie wollte mit einem pfiffigen und nicht ganz alltäglichen Angebot aus Musik, Gesang, Tanz und Ballett überraschen und begeistern. Im Interesse einer Bündelung der Kräfte wurden die Aktivitäten von PLATTform ab Frühling 2011 vorderhand sistiert. Der Stiftungsrat wurde zunächst auf zunächst 11, ab Sommer 2007 auf 12 Mitglieder erweitert. Aus Anlass ihres 40 jährigen Bestehens organisierte die Kulturstiftung St. Martin 2009 den KULTURFRUEHLING, KULTUR PUR und andere Jubiläumsangebote. Zur Kulturgeschichte von Muri erschien die Jubiläumsbroschüre "Akzente". Am 11.11.2009 wurde die Sammlung Murensia eingeweiht.
Im Frühling 2010 bildeten die Kulturstiftung St. Martin und die Konzertreihe "Musik in der Klosterkirche Muri" die Interessengemeinschaft MURIKULTUR und bewarben sich erfolgreich um kantonale Betriebsbeiträge gemäss Kulturgesetz § 10. Im Interesse einer stabilen Rechtsform von MURIKULTUR wird die bisherige Kulturstiftung St. Martin per 1.7.2011 auf Stiftung MURIKULTUR umbenannt. Die Konzertreihe "Musik in der Klosterkirche Muri" wird dabei eine wichtige neue Sparte von MURIKULTUR. Gleichzeitig wird eine Neuorganisation realisiert mit einem strategisch tätigen, stark verkleinerten Stiftungsrat und einer operativ tätigen Geschäftsleitung. Die Ressortleitenden werden Mitglieder der neuen Geschäftsleitung.
Details zu den Aktivitäten von MURIKULTUR können den unten aufgeführten Jahresberichten entnommen werden. |
 |
|
|
|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Sekretariat
Kulturstiftung St. Martin
Marktstrasse 10
5630 Muri
Telefon 056 664 70 13
Fax 056 664 70 12 sekretariat@murikultur.ch |
|
 |
 |
 |
|
|