Vesselina Kasarova und l'arte del mondo

6. Murikultur Tage

Samstag 09. September 2017, 19.30 Festsaal Kloster Muri
Vesselina Kasarova, Sopran
Orchester l'arte del mondo
Werner Ehrhardt, Leitung 

Eine der grossen Sopranistinnen unserer Zeit interpretiert Händel in Zusammenarbeit mit Werner Ehrhardt und seinem Ensemble l'arte del mondo

Tickets
Kat. Premium: 80/40
Kat. A: 50/25
Kat. B: 35/10

18.30 Abendkasse
18.30 Konzertbar
Programm

Georg Friedrich Händel (1685-1759): Concerto grosso op. 6 Nr. 5  
- Accompagnato & Arie aus der Oper Serse: “Frondi tenere” – “Ombra mai fu”
- Arie aus der Oper Rodelinda: “Vivi Tiranno”
- Suite aus der Oper Radamisto                               
- Arie aus der Oper Rinaldo: “Cara Sposa”                           
- Arie aus der Oper Serse: „Se bramate“  

***Pause***  

Antonin Dvorák (1841-1904): Streicherserenade E-Dur op. 22: I. Moderato  
5 Bulgarische Lieder:
·         Melodiya (Melodie)
·         Malkata tsvetarka (Das Blumenmädchen)
·         Ya kazhi mi, oblache le byalo (Sag' mir, kleine weiße Wolke)
·         Mama Rada dumashe (Mama sprach zu Rada)
·         Kalimanku, denku (Kalimanka, Denka)  
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893): Streicherserenade C-Dur op.48: IV.
          Finale (Tema russo): Andante — Allegro con spirito
Vesselina Kasarova – Sopran
Vesselina Kasarova wurde in Stara Zagora (Bulgarien) geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Nach dem Konzertdiplom studierte sie Gesang bei Ressa Koleva an der Musikakademie von Sofia und trat schon als Studentin an der dortigen Nationaloper in grösseren Rollen auf. Ein zweijähriger Festvertrag führte sie nach Beendigung ihres Studiums 1989 ans Opernhaus Zürich, wo sie innerhalb kurzer Zeit zu einem Publikumsliebling avancierte und von der internationalen Fachwelt als grosse Entdeckung gefeiert wurde. Im selben Jahr gewann sie auch den ersten Preis beim deutschen Gesangswettbewerb "Neue Stimmen" in Gütersloh. Im Mozartjahr 1991 debutierte sie bei den Salzburger Festspielen mit zwei Matinéen im Mozarteum (Betulia liberata KV 118) sowie als Annio in der von Sir Colin Davis geleiteten Wiederaufnahme von La clemenza di Tito. Weitere Rollen bei den Salzburger Festspielen waren Tancredi, Ombra felice, Zerlina, Farnace, Sesto und Marguerite (La damnation de Faust). Im Herbst des gleichen Jahres gab Vesselina Kasarova als Rosina (Il barbiere di Siviglia) unter Donald Runnicles ihr vielbeachtetes Debut an der Wiener Staatsoper. Mit Partien von Mozart (Cherubino, Idamante, Sesto, Dorabella) und Rossini (Rosina, Tancredi, Isabella, Angelina) sowie als Romeo (I Capuleti e i Montecchi), Giovanna Seymour (Anna Bolena), Charlotte (Werther) u.a. gastierte sie auch am Grand Théâtre de Genève, Royal Opera House Covent Garden, Teatre del Liceu in Barcelona, Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper Berlin, Bayerischen Staatsoper München, Opéra National de Paris (Bastille, Garnier), Lyric Opera of Chicago, San Francisco Opera, Wiener Staatsoper, in Amsterdam sowie beim Maggio Musicale Fiorentino und Rossini Opera Festival in Pesaro und arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Colin Davis, Pinchas Steinberg, Donald Runnicles, Seji Ozawa, Semyon Bychkov, Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Marcello Viotti, Alberto Zedda, Franz Welser-Möst, Sir Roger Norrington, Eve Queler, Wolfgang Sawallisch, Ivor Bolton. Liederabende und Konzerte führten Vesselina Kasarova nach München, Berlin, Rom, Paris, Wien, Dresden, an die Mailänder Scala, Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Schubertiade Feldkirch und ans Festival de la Musique Montreux-Vevey. Jüngste Engagements führten sie u.a. zum Concertgebouw-Orchester/Robin Ticciati nach Amsterdam und auf Tournee nach Brüssel, Luzern&Wien, zum Neujahrskonzert des Zürcher Kammerorchesters, an die Staatsoper Hamburg (Offenbach-Belle Helene), das Staatstheater Wiesbaden (Bartok-Blaubart), Beethovenfest Bonn, Europäische Festwochen Passau, Prinzregentheater München (mit BR-Kammerorchester) und an die Opéra de Paris (Rigoletto). Die Saison 2016/17 bringt sie u.a. nach Seoul (Berlioz-Damnation des Faust) und zu Konzerten mit dem Belgischen Nationalorchester, Konzerthausorchester Berlin, Bamberger Symphoniker, Münchner Rundfunkorchester und Orchestra del Teatro Fenice nach Venedig & auf eine Schweiz-Tournee sowie als Artist in Residence zum Festival Bad Kissingen. Für RCA/Sony Music hat Vesselina Kasarova zahlreiche CDs eingespielt, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Aktuelle CDs: Berlioz-Mort de Cleopatre („Of Madness & Love“) und „Russian Arias“.   Stefan Schmerbeck Artists Management

Das Orchester l'arte del mondo
Das Orchester l'arte del mondo, im Jahr 2004 vom künstlerischen Direktor Werner Ehrhardt gegründet, sieht sich in der Tradition der so genannten Alten Musik. Diese ist der Ausgangspunkt des Ensembles, ­ welches sich aber genauso der Arbeit auf modernen Instrumenten und einem vielfältigen Repertoire bis zur Romantik und Moderne verschrieben hat.   Schon bald nach der Gründung folgten Einladungen zu renommierten Festivals und Konzertreihen wie den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Bonner Beethovenfest, den Musikfestspielen Mecklenburg-­Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, ins Konzerthaus Berlin oder der Cité de la Musique in Paris sowie Kooperationen mit dem WDR und dem Deutschlandfunk. Heute ist l'arte del mondo regelmäßiger Gast im Festspielhaus Baden-Baden, im Herkulessaal München sowie bei den Internationalen Händel­festspielen Halle.  
Seit der Gründung von l'arte del mondo wurde in Zusammenarbeit u.a. mit dem CD-Label Capriccio das interessante Schaffen dieses Ensembles dokumentiert, wozu viele Weltpremieren und Wiederent­deckungen zählen, sowohl im Bereich Sinfonik als auch in Oper und Oratorium. Die Einspielung der Opéra Comique „L'Irato ou l'Emporté“ (Capriccio) von Etienne Nicolas Méhul im Oktober 2006 wie auch die Einspielung „Liaisons“ (Onyx Classics) mit der israelischen Sopranistin Chen Reiss mit Werken von Mozart, Salieri und Joseph Haydn wurden im Herbst 2011 mit dem renommierten französischen Preis „Diapason“ ausgezeichnet.   Seit der Saison 2010/2011 erscheinen die Aufnahmen von l'arte del mondo bei Sony/Deutsche Harmonia Mundi. Die erste Veröffentlichung „Amor Oriental“ erschien im April 2011. Seitdem folgten u.a. Welt­ersteinspielungen wie Pasquale Anfossis „La finta giardiniera“ mit Nuria Rial und Krystian Adam, der Begräbniskantate von Joseph Martin Kraus mit dem RIAS-Kammerchor und Christoph Willibald Glucks „La clemenza di Tito“.   Als Solisten sind unter anderem Daniel Hope, Edita Gruberová, Reinhold Friedrich, Viktoria Mullova, Daniel Müller-Schott, Lars Vogt, Simone Kermes, Laura Aikin, Raffaella Milanesi, Rainer Trost, Xavier de Maistre, Valer Sabadus, Chen Reiss, Ahmet Özhan und Uri Caine regelmässig zu Gast bei l'arte del mondo.   Gastspiele führen l'arte del mondo unter anderem in die Tonhalle Düsseldorf, in die Philharmonie Berlin, zum Mozartfest Würzburg, zu den Schwetzinger Festspielen, zu den Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci sowie nach Südamerika und Asien, in die Türkei und Schweiz, nach Japan, China, Frankreich, Dänemark und Israel.   l'arte del mondo wird seit der Spielzeit 2010/11 als permanentes „orchestra in residence“ von Bayer Kultur ­gefördert. Das Ensemble probt und arbeitet im Bayer Kulturhaus Leverkusen und entwickelt gemeinsam mit Bayer Kultur jährlich vier außergewöhnliche Konzertprojekte.   www.lartedelmondo.de