Inspiration Schottland

Andrew Tyson, Gewinner des Concours Géza Anda 2015 mit dem OCF

Samstag, 21. Oktober 2017, 19.30 Festsaal Kloster Muri
orchestre de chambre fribourgeois (OCF)
Andrew Tyson, Klavier
Laurent Gendre, Leitung

Programm
F. Mendelssohn: Ouvertüre "Die Hebriden" (Fingal's Cave) op. 26
R. Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
F. Mendelssohn: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"

Tickets
Kategorie A: 50.-/25.-
Kategorie B: 35.-/10.-

Abendkasse und Konzertbar 18.30
Andrew Tyson, Klavier
Gewinner des Concours Géza Anda 2015

Von BBC Radio 3 als „wahrer Poet am Klavier“ gelobt, präsentiert sich Andrew Tyson als neue bemerkenswerte Stimme in der Musikwelt. An der Schwelle zur Saison 2015/16 gewinnt er den 1. Preis beim Concours Géza Anda in Zürich, wo ihm die Jury auch den Mozart-Preis zusprach. Ausserdem erspielte er sich mit der Interpretation von Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in Begleitung des Tonhalle-Orchesters Zürich den Publikumspreis.

Tyson trat mit amerikanischen und europäischen Orchestern auf, wie den Sinfonieorchestern von  Las Vegas, North Carolina, Edmonton, dem Orchestre National de Belgique unter Marin Alsop, dem Hallé-Orchester  unter Sir Mark Elder. Im Herbst 2015 standen u.a. eine ausgedehnte Russland-Tournee mit dem Kostroma Gubernski- Sinfonieorchester und  Gershwins Rhapsody in blue und Mozarts Klavierkonzert KV 503 mit den Moskauer Virtuosi unter Leitung von Vladimir Spivakov auf dem Programm.

Seine Ausbildung begann er an der Universität von North Carolina bei Dr. Thomas Otten, später besuchte er das Curtis Institute of Music in der Klasse von Claude Frank. Seinen Master und das Solistendiplom holte er an der Juilliard School bei Robert McDonald.

Weitere Preise gewann er beim Gina Bachauer-Wettbewerb, beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb, beim Leeds-Wettbewerb und beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Seine vielgerühmten Debuts in New York und im Kennedy Center im Jahr 2013 verdankt er der Auszeichnung bei den Young Artists International Auditions 2011. Der Terence Judd-Preis im Rahmen des Leeds-Wettbewerbs  wurde ihm durch das Hallé-Orchester und Sir Mark Elder verliehen; ein Preis, der  Wiederein-ladungen nach Hallé zur Folge hatte.

In Verbindung mit seinem 1. Preis in Zürich sind zahllose  Konzertauftritte geplant, u.a. mit dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Musikkollegium Winterthur, dem Argovia Philharmonic, dem Berner Kammerorchester,  dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Symphonischen Orchester St. Petersburg. Auf Vermittlung von Steinway & Sons Hamburg zeichnete der Bayerische Rundfunk mit Tyson im März 2016 eine Studio-Produktion von Mozarts Klavierkonzert KV 467 in Begleitung der Bamberger Symphoniker auf. Debuts gab und gibt er u.a. auch  beim Lucerne Piano Festival, beim Kissinger Sommer, im Musikdorf Ernen, beim finnischen Joensuu-Festival, beim Cervo-Festival  und beim Beethoven-Fest  Bonn.

Als Duo-Partner tritt Andrew mit dem Cellisten Jeong-Hyoun Lee und dem Geiger Benjamin Beilman auf. 2014 erschien seine erste CD mit den Chopin-Préludes beim Zig-Zag Territories Label.

Aus den Notizen eines Jurymitglieds:
Ein Pianist der Extraklasse, von einer zuweilen genialen Kreativität. Seine aussergewöhnlichen Mittel ermöglichen es ihm, ein Kaleidoskop von Ideen und oft auch von Überraschungen zu bieten. Er stellt sich mit seiner starken Persönlichkeit dem Komponisten gegenüber und jeder Satz gewinnt seine Bedeutung oder Charakterisierung. Diese intensive Auseinandersetzung führt manchmal zu absoluten Sternstunden, wie es beim Klavierkonzert in c-Moll KV 491 von Mozart der Fall war.
Das Freiburger Kammerorchester OCF / FKO
Das Freiburger Kammerorchester ist ein professionelles Ensemble in sogenannter Mannheimer Besetzung mit 37 Musikern: 24 Streicher und je 2 Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotten, Hörnern, Trompeten sowie Pauken.
Die Gründung des Freiburger Kammerorchesters wurde im Jahre 2008 durch den Freiburger Staatsrat veranlasst, seine ersten Konzerte gab es 2009. Seither profiliert sich das Orchester in den Bereichen der sinfonischen Musik, der Oper und der Begleitung von Chören.

Laurent Gendre, Chefdirigent

Nach Studien als Pianist in Freiburg (CH) und als Orchesterdirigent in Basel wurde Laurent Gendre mit dem Interpretenpreis als Dirigent des Schweizerischen Tonkünstlervereins ausgezeichnet und konnte seine
Ausbildung in Deutschland und Österreich vervollkommnen. 2008 gründete er das Freiburger Kammerorchester, ein professionelles Ensemble, das sich sehr schnell durch die Qualität seiner Interpretationen einen Namen macht. Als Gastdirigent dirigierte er zahlreiche namhafte Orchester, so das Berner Symphonieorchester, das Orchestre de la Suisse Romande, die Camerata Zürich, das Orchestre de Bretagne, das Lettische Nationalorchester, das Orchestre de chambre de Lausanne, das Orchestre de chambre de Genève sowie das Basler Barockorchester “La Cetra”. Als Operndirigent leitete er zahlreiche Aufführungen in der Schweiz und in Frankreich (Opéra de Fribourg, Opernhäuser von Rennes, Reims, Dijon und Besançon). Darunter befanden sich berühmte Werke wie Don Giovanni, Le Nozze di Figaro, Carmen, Don Pasquale, La Bohème oder Eugen Onegin; aber auch Opern des 20. Jahrhunderts wie A Midsummer Night's Dream (Britten), Les Aventures du Roi Pausole (Honegger), Le Pauvre Matelot (Milhaud) oder The Medium (Menotti) und im Jahre 2012  Giacomo Puccinis Madame Butterfly. 1994 gründete Laurent Gendre das Ensemble Orlando Fribourg. Dieses Vokalensemble, das sich mit dem Repertoire der Renaissance und des Barock auseinandersetzt, wurde schon zu zahlreichen Festivals im In- und Ausland eingeladen. Seine Konzerte des Ensembles Orlando werden oft von Radio DRS 2, Espace 2 und Rete 2 übertragen. Zudem spielte es fünf CDs ein mit Werken der Renaissance sowie mit zwei Kurzmessen von Johann Sebastian Bach. Laurent Gendre ist ebenfalls Musikdirektor des Oratorienchors Bern. Mit ihm und dem Berner Symphonieorchester hat er unter anderem Debussys „Le Martyre de Saint-Sébastien“, Mendelssohns „Elias“, Brahms' „Deutsches Requiem“ und Bruckners f-moll-Messe aufgeführt. Für 2012 standen Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ auf dem Programm.