Ellen Andrea Wang (N)

feat. Erlend Slettevoll & Erland Dahlen

Sonntag, 11. März 2018, 20.30 - im Pflegidach, Muri
www.ellenandreawang.com

Ellen Andrea Wang (vocals, doublebass, composer)
Erlend Slettevoll (piano, keyboards)
Erland Dahlen (drums)

Die Königin der tiefen Töne.
   
Ellen Andrea Wang weiss mit den tiefen Tönen des Basses genauso umzugehen, wie mit ihrer glockenklaren, ausdrucksstarken Stimme. Der Brite Sting hat es eindrucksvoll vorgemacht, wie das geht. Die junge Norwegerin selbstverständlich hat einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Ihre Musik entsteht oft im Moment und lässt sich nicht vorab kontrollieren. Wang ist eine beeindruckende Klangpoetin mit schönen Songs, musikalisch einzuordnen zwischen Jazz, Pop und Singing-Songwriting. Die Musik ihres Heimatlandes wird bei uns oft als melancholisch wahrgenommen. Ellen Andrea Wang und ihr Trio haben uns im 2016 sehr überrascht. Nun kommt sie mit ihrer neuen CD zurück ins Pflegidach.

„Das Ziel war, meine unterschiedlichen musikalischen Einflüsse auf einem Album zu versammeln“, beschreibt Ellen Andrea Wang die Ausgangsidee zu Diving. Für ihr erstes „Solo“- Album schrieb die 28 Jahre alte Musikerin aus Oslo alle Titel selbst und übernahm auch die Rolle der Produzentin. Souverän bewegen sich ihre Kompositionen zwischen Singer- Songwriter-Ästhetik, Rock-Energie, Soul- oder Gospel-Emphase und der Flexibilität eines Jazz-Trios. „Ich wollte eine Platte machen, die du immer wieder hören kannst und in deren Musik du immer neue Details findest.“ erklärt Wang.                                    Auf Diving rückt Wang ihre glockenklare, ausdrucksstarke Stimme in den Mittelpunkt. Gekonnt spielt sie mit eingängigen Melodien, zuweilen sogar mit opulenten Chorsätzen – und ist weiterhin vom Geist des Jazz beseelt. „In der Musik geht es für mich um das Gefühl der Freiheit“, sagt sie, „ich muss nicht bestimmten Regeln folgen, sondern kann tun, was ich will.   Deswegen benutze ich für mich den Begriff Improvisation lieber als die Bezeichnung Jazz. Ich mag es nämlich, in allen Genres zu improvisieren.“ Als Inspirationsquellen nennt sie unter anderem so unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten wie John Coltrane, Joni Mitchell, und Sidsel Endresen. Zweifellos macht Wang auf Diving genau die Musik, die sie wirklich mag. Viele Songs strahlen eine enorm positive Energie aus, die unwillkürlich ansteckt. Hinzu kommt die offenkundige Spielfreude des Trios, das bisweilen eine Klangfülle entwickelt, für die andere Bands mehr als drei Musiker brauchen.

Mittlerweile reicht Ellen Andrea Wangs Ruf über Skandinavien hinaus. So ist sie auf dem Album des französischen Star-Schlagzeugers Manu Katché zu hören und begleitet ihn weiterhin bei seinen kommenden Konzerten. „Ich liebe Rhythmen!“, strahlt Wang, „wie Bass und Schlagzeug als ein Team zusammenwirken und in vielen Arten von Musik Swing oder Groove entwickeln, hat mich immer fasziniert.“ Dies zeigt sich auch in ihrem Gesang, wenn sie ihre Worte unvermittelt beschleunigt, pointiert phrasiert oder skandiert, gezielt zwischen beinahe stakkato-artigen und langen Tönen variiert.