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Musig im Ochsen
Lonely Drifter Karen (A/E/I) Indie-Cabaret-Folk Songs
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Montag, 16. November 2009, 20:30 Uhr Saal Hotel Ochsen
www.myspace.com/lonelydrifterkaren
www.youtube.com/watch?v=hscIh14Ms84
Die Wiener Weltenbummlerin Tanja Frinta tänzelt mit Alice durchs Wunderland.
Aller guten Dinge sind drei, heißt es. Ganz im Sinne dieses Sprichworts liegt nach den Alben von Marilies Jagsch und Paper Bird jetzt die dritte großartige österreichische Singer/Songwriterinnen-Platte des Jahres 2008 vor. Wobei Tanja Frinta, die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin hinter Lonely Drifter Karen, längst nur mehr ihren Zweitwohnsitz in Österreich hat. Als Teenager gehörte Frinta der sanftmütigen Wiener Riot-Grrrl-Band Holly May an. Sie übersiedelte dann aber bereits mit 20 nach Schweden und erfand sich mit dem Soloprojekt Lonely Drifter Karen musikalisch neu. Einen weiterten Umzug später ist Lonely Drifter Karen in Barcelona zum Trio angewachsen: Marc Meliá Sobrevias spielt Piano und arbeitet die gediegenen Arrangements aus, Giorgio Menossi komplettiert die Band am Schlagzeug. Als wichtigste Einflüsse ihrer Musik nennt Frinta Folk, alte deutsche Cabaret-Songs und Punkrock. Letzterer ist bestenfalls noch in der Unverfrorenheit ihres beim renommierten belgischen Label Crammed Discs erschienen Debütalbums zu erahnen, Cabaret und Folk in der verspielten Märchenwaldversion sind umso präsenter. Ins bunt-verrückte Neo-Folk-Treiben der letzten Jahre wollen die 13 Songs aber nur bedingt passen, schaffen sie doch ihren weithin vergleichsresistenten, eigenen kleinen Kosmos. Verspielt und verträumt, ausgelassen und lebenslustig klingen diese Lieder, und obwohl sie mit großen Augen und noch größerem Herzen vorgetragen werden, wirken sie doch nie naiv oder kitschig. Um es abschließend doch noch mit einem Vergleich zu versuchen: Ein bisschen klingen Lonely Drifter Karen, als hätten die Dresden Dolls die Schwarz- und Grautöne aus ihrer Welt verbannt, um mit Alice gemeinsam über eine besonders farbprächtige Wunderland-Blumenwiese zu tanzen.
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