Verbundenheit über die Jahrhunderte: Die Habsburger waren bis 1415
Schirmvögte des Klosters. Nach der Eroberung des Aargaus übten die 7
Alten Orte die Vogteirechte im Freiamt aus. Trotzdem blieb die Beziehung
des Hauses Habsburg zu seinem "Hauskloster" über die Jahrhunderte
hinweg erhalten. I1562 schenkte der Habsburger Kaiser Ferdinand I. eine
Wappenscheibe in den Kreuzgang. 1580 vermachte auch Philipp II., König
von Spanien und Neffe von Kaiser Ferdinand I., eine Wappenscheibe. 1701
verlieh Kaiser Leopold I. den Äbten von Muri die Fürstabtswürde. 1845
fand der Konvent von Muri auf Veranlassung des österreichischen Kaisers
Ferdinand I. in Gries bei Bozen eine neue Heimat.
Die Grablegen der Habsburger: Seit 1971 finden in
der Loretokapelle wichtige Repräsentanten des Hauses Habsburg ihre
letzte Ruhestätte. Der Urnenstein hinter dem Altar beherbergt die Herzen
des letzten österreichischen Kaiserpaares Karl I. und Zita, Prinzessin
von Parma-Bourbon. In der Gruft ruhen die sterblichen Überreste eines
Sohnes, eines Enkels, zweier Schwiegertöchter und einer befreundeten
Gräfin des letzten Kaiserpaares.
In Muri findet sich sowohl die älteste als
auch die jüngste Grablege des Hauses Habsburg. Deshalb spielt das
Kloster Muri für die Habsburgergeschichte eine besondere Rolle. |