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Murianer Museen

Habsburger

Die Habsburgerahnen als Klosterstifter: Die Klosterchronik „Acta Murensia" schildert die Gründung im Jahre 1027 durch den Habsburger Ahnen Radbot und seiner Frau Ita von Metz (Hauptstadt von Lothringen). Wenige Jahre vorher baute Radbot die Habsburg. Otto, der Urenkel von Graf Radbot, nannte sich als erster „von Habsburg". 

Verbundenheit über die Jahrhunderte: Die Habsburger waren bis 1415 Schirmvögte des Klosters. Nach der Eroberung des Aargaus übten die 7 Alten Orte die Vogteirechte im Freiamt aus. Trotzdem blieb die Beziehung des Hauses Habsburg zu seinem "Hauskloster" über die Jahrhunderte hinweg erhalten. I1562 schenkte der Habsburger Kaiser Ferdinand I. eine Wappenscheibe in den Kreuzgang. 1580 vermachte auch Philipp II., König von Spanien und Neffe von Kaiser Ferdinand I., eine Wappenscheibe. 1701 verlieh Kaiser Leopold I. den Äbten von Muri die Fürstabtswürde. 1845 fand der Konvent von Muri auf Veranlassung des österreichischen Kaisers Ferdinand I. in Gries bei Bozen eine neue Heimat.


Die Grablegen der Habsburger: Seit 1971 finden in der Loretokapelle wichtige Repräsentanten des Hauses Habsburg ihre letzte Ruhestätte. Der Urnenstein hinter dem Altar beherbergt die Herzen des letzten österreichischen Kaiserpaares Karl I. und Zita, Prinzessin von Parma-Bourbon. In der Gruft ruhen die sterblichen Überreste eines Sohnes, eines Enkels, zweier Schwiegertöchter und einer befreundeten Gräfin des letzten Kaiserpaares.


In Muri findet sich sowohl die älteste als auch die jüngste Grablege des Hauses Habsburg. Deshalb spielt das Kloster Muri für die Habsburgergeschichte eine besondere Rolle. 

Im Kloster Muri bezeugen nicht nur die Grabstätten, sondern auch das Stifterdenkmal im Oktogon, zahlreiche Wappen und Siegel und verschiedene Glasscheiben im Kreuzgang die engen Beziehungen zwischen dem Kloster und dem Hause Habsburg seit der Gründung bis in die Gegenwart. Seit Februar 2010 erinnert eine Bronzebüste im Kreuzgang an den 2004 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochenen Kaiser Karl I.

Goldige Uhr des letzten österreichischen Kaisers: Im April 2010 überreichte Gerhard Huwiler, Grossneffe von Fritz Huwiler, eine wertvolle Schenkuhr von Kaiser Karl I. Fritz Huwiler bewachte die kaiserliche Familie während ihres Aufenthaltes im Schlosshotel Hertenstein bei Weggis. Zum Dank für seine Dienste überreichte ihm der Hofmarschall im Auftrag des Kaisers Karl I. am 20. Oktober 1921 eine edelsteinbestückte Golduhr. Sie wurde an den Neffen Josef Huwiler vererbt, der sie allerdings verpfänden musste. Josef Huwilers Sohn Gerhard kaufte sie zurück und schenkte sie der Kulturstiftung St. Martin. Die wertvolle Uhr kann heute im Klostermuseum besichtigt werden.
Schenkuhr von Kaiser Karl I./ Geschenk von Gerhard Huwiler, Muri
Weiterführende Informationen:
  • Schrift "Die Habsburger und das Kloster Muri" von U. Pilgrim und J. Brühlmann (2008)
  • Spezielle Führungen zum Thema Habsburger: Auskunft: Muri Info
Dokument anzeigenDie Habsburger und das Kloster Muri (52kB)
Dokument anzeigenStammbaum der Habsburgerahnen (21kB)
Dokument anzeigenStammbaum der Habsburger (32kB)
Dokument anzeigenDie Bedeutung der Habsburger in Europa (19kB)
>> Link Habsburgertouren Museum Aargau
>> Link Auf den Spuren der Habsburger



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Murianer Museen
Zugang via Klosterkirche
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