Theaterspielen war bereits im 18. und 19. Jahrhundert eine Leidenschaft der Murianer. Franz Xaver Bronner, Staatsarchivar des Kantons Aargau, schrieb 1844: "In der Gegend von Bremgarten, Muri, Merischwanden äusserte sich ein seltsamer Hang des Volkes, Schauspiele aufzuführen. . ." Bis Ende des 18. Jahrhunderts gelangten meist harmlose, geistliche Stücke über Heiligengeschichten zur Aufführung. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Themen der Schauspiele aber weltlicher. Nationaldramen und Lustspiele wurden aufgeführt und konkurrierten nicht selten mit dem Nachmittagsgottesdienst. Die geistliche und weltliche Obrigkeit intervenierte und sorgte durch strenge Zensur für Konfliktstoff. Es galt damals vielerorts die Meinung, dass Schauspielerei den Sitten und der Gottesfurcht nicht immer zuträglich sei.* Die Freude am Theaterspielen liessen sich die Murianer aber nicht nehmen. Im Gegenteil: Es entstanden sogar Konflikte zwischen konkurrierenden Theatergruppen der verschiedenen Dorfteile. Heute sind solche Fehden zum Glück Geschichte. Theaterspielen verbindet, das durften Murianer Schauspielerinnen und Schauspieler der letzten Jahre immer wieder feststellen.
Bisherige Theaterproduktionen der Kulturstiftung St. Martin:
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1971 |
Das Osterspiel von Muri, Regie Josef Elias |
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1977 |
Das Osterspiel von Muri, Regie Josef Elias |
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1982 |
De Stiefeliryter, Regie Josef Elias |
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1989 |
Die schröckliche Pilgerreise der drei Angelsachsen, Regie Josef Elias |
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1994 |
Das Osterspiel von Muri, Regie Walter Küng |
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2003 |
Der heilige Burkard und die bösen Weiber von Muri, Text Hansjörg Schneider, Regie Liliana Heimberg |
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2005 |
Szenen zum Klosterhoffest: Statuen mit Gärtner und Blumenchor, Tai Chi Tao Wandersleute, Strassenwischerballett, Totenschiff und Engelswolke, Regie Albert Freuler. |
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2007 |
De Schiibekünschtler - Das Drama des Glasmalers Carl von Egeri, Text Hannes Glarner, Regie Christian Seiler |
* (Quelle: Hugo Müller, Geschichte der Gemeinde Muri nach 1798) |